Performative Installation: radical architecture. processing uncertainty
Radical Architecture
22.9. – 10.12.2000
Der Begriff der „Radikalen Architektur“ wurde von Germano Celant geprägt. Ausgehend von einer kleinen Gruppe florentiner Architekten breitete sich die Bewegung zwischen 1963 und 1977 in Europa aus, insbesondere in Österreich und England. Die Ausstellung befragt die Aktualität der Idee des Radikalen, die soziale, politische und philosophische Fragestellungen implizierte.
Zum ersten Mal präsentiert sie dem deutschen Publikum bedeutende Werke maßgeblicher Architektengruppen wie Archigram, Archizoom, Peter Eisenman, Hans Hollein, Rem Koolhaas, Alessandro Mendini und Ettore Sottsass.
Sie soll dabei keinen umfassenden historischen Überblick liefern, sondern dient vielmehr als Skizze und Basis für eine Revision des Politischen. Die in der Ausstellung skizzierten Lebensentwürfe bilden einen Anknüpfungspunkt für den Workshop „Politische Landschaft“.
Er ist ein Laboratorium unterschiedlicher Denkansätze und Arbeitsweisen, das politischen Diskurs, Raum und Individuum informell und mit dem Ziel der gemeinsamen Gestaltung einer „Politischen Landschaft“ verbindet.
Landschaft meint hier gleichermaßen ein Konstrukt materieller Gegebenheiten wie immaterieller Projektionen. Aspekte des Urbanen und der (gestalteten) Natur finden sich darin ebenso enthalten wie Planung und Zufall.
So dient der Workshop nicht einer Neuformulierung politischer Oppositionsformen, sondern dem Aufspüren von Optionen und Situationen, die politisches Handeln ermöglichen. Seine Teilnehmer werden prozessual in die Ausstellung intervenieren.
Radical Architecture ist eine Ausstellung des Museums für Angewandte Kunst in Zusammenarbeit mit dem Institut d’art contemporain, Villeurbanne, Frankreich.
Museum für Angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule
50667 Köln